Beitrag: Emely, Foto: IG (NIHRFF)
Das Nuremberg International Human Rights Film Festival (NIHRFF) ist Deutschlands ältestes und größtes Filmfestival zum Thema Menschenrechte. Es wurde 1999 gegründet und findet normalerweise alle zwei Jahre im Oktober in Nürnberg statt. Das Festival zeigt internationale Spiel- und Dokumentarfilme, die sich mit gesellschaftlichen, politischen und menschenrechtlichen Themen beschäftigen. Ziel ist es, auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen, zum Nachdenken anzuregen und Diskussionen über wichtige gesellschaftliche Fragen zu fördern. Das reguläre Festival findet 27 statt, jedoch gibt es dieses Jahr einen Weekender! Dieses Jahr werden folgende Filme gespielt:
DIRECT ACTION:
Es wird eine Gemeinschaft von rund 150 Aktivist*innen in Frankreich begleitet, die gemeinsam gegen Umweltzerstörung und politische Entscheidungen kämpfen. Die Gruppe lebt auf einem besetzten Land in der Bretagne und konnte bereits mehrere Versuche des Staates, sie zu vertreiben, überstehen. Außerdem gelang es ihnen, ein geplantes Flughafenerweiterungsprojekt zu verhindern.
THE WOMAN WHO POKED THE LEOPARD:
Der Dokumentarfilm porträtiert Stella Nyanzi, eine ugandische Wissenschaftlerin, Dichterin und feministische Aktivistin. Sie setzt sich gegen politische Unterdrückung und gesellschaftliche Ungerechtigkeit in Uganda ein. Dabei nutzt sie provokante Gedichte, öffentliche Proteste und eine besonders direkte Sprache, um die Regierung und den seit Jahrzehnten regierenden Präsidenten Yoweri Museveni zu kritisieren.
THE COURT OF HISTORY:
Der Film spielt in einem fiktiven Iran der Zukunft, nachdem die Islamische Republik ihr Ende gefunden hat. Im Mittelpunkt steht ein imaginäres Gericht, vor dem Menschen zur Verantwortung gezogen werden, die während der früheren Herrschaft Macht ausgeübt und Menschenrechtsverletzungen begangen haben.
FAR FROM MAINE:
Der Dokumentarfilm erzählt die bewegende Geschichte einer Freundschaft zwischen Roy Cohen und Aseel, einem palästinensischen Freund, den Roy in den 1990er-Jahren in einem internationalen Friedenscamp im US-Bundesstaat Maine kennenlernte. Beide glaubten an die Möglichkeit, gemeinsam in einer Heimat ohne Gewalt zu leben. Doch im Jahr 2000 wurde Aseel von einem israelischen Polizisten getötet.
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