Monika Kims "Molka" ist eine Sensation! - Review

Veröffentlicht am 28. Oktober 2026 um 11:45

Beitrag: Lara

n „Molka“ von Monika Kim geht es um Dahye, die glaubt, mit Hyukjoon, dem Erben eines Milliardenvermögens, ihren Traummann gefunden zu haben. Doch plötzlich geht ein Sexvideo von den beiden viral und jeder im Internet redet über sie. Während Dahye mit der Situation klarkommen muss, ist Hyukjoon auf einmal verschwunden und lässt sie allein damit zurück.
Gleichzeitig geht es um Junyoung, einen eher unscheinbaren Büroangestellten, der ein dunkles Geheimnis hat: Er versteckt heimlich Kameras in den Toiletten und Duschen seiner Arbeitsstelle, um Frauen zu filmen. Dadurch werden die Leben der Figuren auf eine ziemlich verstörende Weise miteinander verbunden.
Dahye entwickelt eine unglaubliche Wut und will sich rächen.

Der Roman ist eine Mischung aus Thriller, Horror und Rachegeschichte. Es geht vor allem um Sexismus, Machtmissbrauch und darum, wie ungerecht Frauen behandelt werden

Zitat:
„Wie ihre Schwester hatte Dahye alles getan, um als anständige Frau angesehen zu werden. Sie hatte hart gearbeitet, um ihren Abschluss an einer guten Universität zu machen, hatte einen guten Job, achtete darauf, beim Ausgehen nicht zu viel zu trinken, und schlief nicht mit jedem. Doch am Ende hatte das alles nichts gebracht. Sie hatte alles getan, was eine angeblich respektable Frau tun sollte, und wurde trotzdem als Hure abgestempelt.“


Mein Fazit zu Molka ist, dass ich das Buch echt gut fand, vor allem, weil ich eine gute feministische Rachegeschichte liebe. Ich fand es krass, wie gezeigt wird, dass Frauen oft für Dinge verurteilt werden, für die sie eigentlich gar nichts können, während die Männer, die dahinterstecken, viel zu oft davonkommen. Die Geschichte ist teilweise richtig unangenehm und verstörend, aber genau das macht sie so gut. Ich mochte auch, dass Dahyes Wut nicht einfach als übertrieben dargestellt wird, sondern man versteht, woher sie kommt. Insgesamt fand ich Molka auf eine widerliche, aber gleichzeitig faszinierende Art richtig gut geschrieben. Es ist definitiv keine Wohlfühlgeschichte, aber genau solche Bücher bleiben einem im Kopf.

 

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